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FORTSETZUNG IULIUS CAESER: Der Pontifex Maximus war in Rom auch für den Kalender zuständig. In dieser Funktion führte Gaius Iulius Caesar im Jahr 46 v. Chr. den Julianischen Kalender ein. Im Jahr 62 v. Chr. wurde er zum Praetor gewählt. Im selben Jahr führte der Bona-Dea-Skandal zur Scheidung von Pompeia. Um Konsul zu werden ging er mit Marcus Licinius Crassus (ein Reicher) und Gnaeus Pompeius Magnus (ein berühmter General) eine strategische Partnerschaft, das Erste Triumvirat (Dreimännerherrschaft) ein. Pompeius heiratete Caesars Tochter Julia. Das Triumvirat konnte die Wahl Caesars zum Konsul des Jahres 59 v. Chr. durchsetzen. Seine Amtsführung war im Senat umstritten; eine Strafverfolgung nach Ende seines Konsulats wurde aber durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit Caesars als Prokonsul in Illyrien und in Gallien (Cis- und Transalpina) verhindert. Vor seinem Amtsantritt heiratete er Calpurnia. Die Verlängerung des Triumvirats 56 v. Chr. in Ravenna und Lucca erreichte das gemeinsame Konsulat Crassus und Pompeius für das Jahr 55 v. Chr. sowie die Verlängerung von Caesars Prokonsulat um weitere fünf Jahre. So konnte er insgesamt 10 Jahre (58 v. Chr.49 v. Chr.) in Gallien bleiben und die Eroberung des ganzen freien Keltenlandes bis zum Rhein abschließen. In den Kämpfen wurde etwa der keltische Stamm der Helvetier (von ihnen leitet sich der lateinische Name für die Schweiz ab) beinahe ganz vernichtet. In Vercingetorix, dem Fürsten der keltischen Arverner, erwuchs Caesar ein gefährlicher und ihm militärisch ebenbürtiger Gegner. Erst in der Schlacht bei Alesia im Jahr 52 v. Chr. wurde der gallische Widerstand endgültig gebrochen. Caesar überquerte er am 10. Januar 49 v. Chr. mit einer Legion von 5.000 Mann den Grenzfluss Rubikon und marschierte in Rom ein. Im Jahre 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt, überquerte die Adria und zog gegen Pompeius, den er in der Schlacht bei Pharsalos in Griechenland schlug. In der Entscheidungsschlacht im Afrikanischen Krieg besiegte Caesar am 6. April 46 v. Chr. bei Thapsus in Nordafrika republikanische Senatstruppen unter Metellus Scipio und Cato dem Jüngeren. Im Hispanischen Krieg fiel die Entscheidung im Jahr 45 v. Chr. in der Schlacht bei Munda gegen die Söhne des Pompeius. Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf 10 Jahre ernennen lassen. Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zum Dictator Perpetuus (Diktator auf Lebenszeit), ernannt. Caesar wurde an den Iden (Kalender) des März (15. März) 44 v. Chr. von den Verschwörern um Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus während einer Senatssitzung erstochen. Caesars Großneffe und (durch Testament) Adoptivsohn Octavian begründete unter dem Namen Augustus, der Erhabene, der ihm vom Senat verliehen wurde, das Römische Kaiserreich (Prinzipat) und trug die Römische Republik endgültig zu Grabe, nachdem er alle Republikaner eindrucksvoll beseitigt hatte. Caesar war bereits als Divus Julius zum offiziellen Gott erhoben worden. Octavian weihte den Tempel des Divus Iulius auf dem Forum Romanum 29 v. Chr. ein. DIE GERMANISCHEN IULIER: Julius Civilis (geboren 25 n.Chr.), mit vollständigem Namen Gaius Iulius Civilis (fälschlich Claudius Civilis), führte im 1. Jahrhundert n. Chr. einen germanischen Aufstand gegen Rom an. Er stammte aus einem vornehmen batavischem Geschlecht und war Präfekt einer Auxiliarkohorte. Im Jahre 69 n. Chr. zettelte Civilis nach dem Tod Kaiser Neros eine Erhebung der rechtsrheinischen Germanenstämme gegen Rom an. Nach und nach schlossen sich immer mehr Stämme auch in Gallien der Revolte an, unter anderem auch der Stamm der Treverer unter Julius Classicus und sogar einige römische Legionen. Zwischenzeitlich nahmen Civilis Truppen unter anderem die Lager Vetera, Novaesium und Bonna ein. Nach Ende der Wirren im Vierkaiserjahr im Imperium Romanum brachte der neue Herrscher Vespasian durch seine Truppen unter dem General Quintus Petilius Cerialis die verlorenen Gebiete wieder unter Kontrolle des Reiches. Civilis kapitulierte schließlich im Jahre 70 n. Chr. Die Bataver (lat. Batavi) waren ein germanischer Volksstamm. Aufgrund einer stammesinternen Fehde trennten sie sich von den Chatten und siedelten sich, um etwa 50 v. Chr., an der Rheinmündung, in der römischen Provinz Belgica, an. Im Jahre 12 v. Chr. wurden sie von den Römern unter Drusus unterworfen und galten von da an als treue Bundesgenossen. Bataveraufstand unter Iulius Civilis im Jahre 69 n. Chr. In diesem Zusammenhang gelang den Germanen erstmals die Eroberung eines römischen Legionslagers (das Castra Vetera bei Xanten). Erst nach dem Aufstand von 69/70 n. Chr. erfolgte die Einrichtung einer civitas Batavorum, welche in der Nachfolge des oppidum Batavodurum seit Trajan der römische Militärstützpunkt Ulpia Noviomagus (Batavorum), das heutige Nimwegen, war. Im 4. Jh. gingen die inzwischen romanisierten Bataver in den Franken auf. Die Bataver waren als gute Reiter und Schwimmer bekannt und zeichneten sich durch Mut und Tüchtigkeit aus. Sie stellten einen Teil der kaiserlichen Leibwache in Rom. Batavia ist der frühere lat. Name der Österreichischen Niederlande (Belgien) und für die heutigen Niederlande (Holland). Julius Classicus war ein Anführer der Treverer im späten 1. Jahrhundert n. Chr. Classicus war lange Zeit als Befehlshaber in römischen Diensten am Rhein tätig, bis er im Jahr 70 durch den Bataver Julius Civilis, den er anfangs bekämpft hatte, zum Abfall von Rom bewogen wurde. Mit ihnen kämpften auch Julius Tutor und der Lingone Julius Sabinus, um die Gründung eines gallischen Reiches durchzusetzen. Nach wenigen Monaten wurde der Aufstand durch den römischen Feldherrn Petillius Cerialis niedergekämpft. Die Treverer (lat. Treviri/Treveri) waren ein germanisch-keltisches Volkes keltischer Abstammung mit rechtsrheinischen "germanischen" Kontakten im weiteren Moselraum, genauer zwischen Maas und Rhein (nach Caesar). Aus ihrer Hauptstadt Augusta Treverorum (Augustus' Stadt im Land der Treverer) zur provinzialrömischen Zeit ist das heutige Trier hervorgegangen. Im ausgedehnten Tempelbezirk von Augusta Treverorum wurden zahlreiche einheimische Gottheiten verehrt, v. a. viele Muttergottheiten. Die Treverer kannten drei soziale Klassen: Adel, das einfache Volk und die Ambacten (Sklaven). Es gab Geldwirtschaft und arbeitsteiliges Handwerk. Die Treverer siedelten in Einzelgehöften oder befestigten Städten sog. Oppida (Singl.: Oppidum; Pl.: Oppida). Benachbart lebten die Eburonen. 2. Hälfte 2. Jahrhundert bis 2. Hälfte 1. Jahrhundert v. Chr.: Mit treverischen Oppida (Städten), z. B Martberg, Otzenhausen ("Hunnenring"), Kastel, Wallendorf und Titelberg sowie befestigten Häuptlingshöfen erleben die Treverer, wie die gesamte keltische Kultur, eine Blüte 58 v. Chr.-51 v. Chr. Gallischer Krieg: Unterwerfung durch Caesar und Beginn der Romanisierung; erste Erwähnung der "Treverer" als Stamm im ersten Buch von Caesars "Bellum Gallicum" (Bellum Gallicum: I, 37; II 24; III 11; IV 6, 10; V 2-4, 24, 47, 53, 55, 58,; VI 2, 3, 5-9, 29, 32, 44; VII 63) 30/29 v. Chr.: Trevereraufstand gegen die Römer; von Nonius Gallus niedergeschlagen 10er v. Chr.: Gründung von Augusta Treverorum durch Kaiser Augustus 21 n. Chr.: Fehlgeschlagener Aufstand gegen die Römer. 68-70 n. Chr.: Fehlgeschlagener Aufstand gegen die Römer (Bataveraufstand) Julius Tutor war ein vornehmer Mitkämpfer beim Aufstand der Treverer, Bataver und Lingonen gegen Rom, 69 n. Chr. Der vornehme Lingone Julius Sabinus war ebenfalls ein Mitkämpfer. Die Lingonen (Lingones) waren ein germanisch-keltisches Volk (aus der Zeit um 150 v.Chr.) in Gallien und wohnten an der oberen Seine, Marne und Saône, mit der Hauptstadt Andematunnum (jetzt Langres). Ein Teil des Volkes, der nach Italien gezogen war, wohnte in Gallia Cispadana an der Mündung des Po. DIE HEILIGE PAULA VON ROM UND DER CÄSARE: Paula von Rom (Paula Romana) Sie wurde 347 n. Chr. in Rom geboren und christlich erzogen. Sie heiratete mit 15 Jahren den Großvater von Pharamond (420), einen germanischen General des Römischen Reiches aus Franken und Caesaren der Gens Iulia, Toxotius, den Vater von Mero, dessen Nachfahren die Könige der Franken (Merowinger) wurden. Ihr Mann legte seinen Glauben an Odin und Wodan ab und nahm den römischen Namen seiner Frau an. Zur Zeit ihrer Heirat (362) herrschte der römische KaiserJulian Apostata (geboren 317, Regent 361363). Von ihm bekam sie fünf Kinder, darunter eine Tochter. Unter dem weströmischen Kaiser Valentinian II. (375392) und seinem Mitkaiser Gratian fiel ihr Mann 380 in der Schlacht. Mit dem am 27. Februar 380 zusammen mit Theodosius erlassenen Edikt Cunctos populos beendete er die Religionsfreiheit, die Konstantin mit dem Edikt von Mailand 325 eingeführt hatte. Die katholisch-orthodoxe Kirche erklärte er zur alleinigen Staatskirche. Alle christlichen, also katholischen Kleriker waren fortan von Lasten und Steuern befreit. Auf Anraten seines Beraters Ambrosius von Mailand begann er den Kampf gegen das Heidentum. Er schaffte alle Privilegien der heidnischen Priester und Vestalinnen samt den Sonderrechten ihrer Kulte ab. 381 ließ er den Altar der Victoria aus dem Sitzungssaal des Senats entfernen. Ohne staatliche Unterstützung verlor das Heidentum in der Folgezeit immer mehr an Einfluss. Die Hl. Paula wandte sich dem asketischen Leben zu, das sie vom hl. Hieronymus erlernt hatte, den sie in Rom kennengelernt und bewundert hatte. 385 n. Chr. folgte sie dem hl. Hieronymus nach Ägypten und Palästina und gründete 386 n. Chr. in Betlehem ein Frauen- und ein Männerkloster, welche sie und der hl. Hieronymus leiteten, sowie ein Pilgerhospiz. Der hl. Hieronymus sprach mit großer Achtung von der hl. Paula. Sie starb am 26. Jänner 404 in Bethlehem, im selben Jahr der Spaltung des Römischen Reichs in ein West- und ein Oströmisches Reich und wurde in Betlehem bei der Geburtsgrotte Jesu beigesetzt. Sie wird als Witwe oder als Pilgerin dargestellt, zusammen mit ihrer Tochter und dem hl. Hieronymus. In einer Bibelminiatur des Karolingers König Karls II, des Kahlen (König von Frankreich 840-877) wird die heilige Paula mehrfach dargestellt, als Römerin und als Schülerin des hl. Hieronymus bei der Übersetzung der Bibel in Jerusalem. Sie ist darin mit schwarzen Haaren, gekleidet in ein rot-goldenes Kleid mit blauem Unterkleid und weißer Tunika (wie ein weißer Schleier) dargestellt, sodass sie in rot und weiss gewandet erscheint. Band VII. (1994) Spalten 21-24 Autor: Ines Stahlmann PAULA, Hl., Asketin; Freundin, Schülerin und Gönnerin des Hieronymus. geboren 5.5. 347 in Rom, 26.1. 404 in Bethlehem. P.s Lebenslauf ist für jene wohlhabenden christlichen Witwen Roms des 4. Jahrhunderts charakteristisch, von denen eine ganze Reihe bekannt sind: Aus einer alten und angesehenen aristokratischen Familie stammend, wurde sie im Alter von etwa 15 Jahren mit Toxotius verheiratet, der ebenfalls eine traditionsreiche Herkunft aufzuweisen hatte. Als sie gegen 380 im Alter von ca. 33 Jahren Witwe wurde, hatte sie bereits fünf Kinder (Blaesilla, Paulina, Eustochium, Rufina, Toxotius). Nach dem Tod ihres Mannes entschied sie sich - wie die befreundete Marcella - für ein asketisches Leben im Witwenstand. Entscheidend für ihre weitere Zukunft wurde im Jahr 382 die Begegnung mit den Bischöfen Paulinus von Antiochien und Epiphanius von Salamis, die anläßlich einer Synode nach Rom kamen und von denen Epiphanius im Hause der P. Unterkunft fand. Es waren diese beiden Bischöfe, die in P. Neugier und Interesse für das orientalische Mönchtum weckten. Zur gleichen Zeit machte sie die Bekanntschaft des Hieronymus, der den Bischof Paulinus nach Rom begleitet hatte und in der Folgezeit dort als Sekretär des Papstes Damasus blieb. P. schloß sich dem Kreis von Aristokratinnen an, die sich um Hieronymus als geistigem und geistlichem Führer gruppierten und sich um eine asketische Lebensform bemühten. Als Hieronymus infolge von Anfeindungen im Jahr 385 Rom verlassen mußte, folgte sie ihm, ihre Familie zum größten Teil in Rom zurücklassend, bald nach, was zu einigen Gerüchten Anlaß gab (Hier. ep. 45). Nur von ihrer Tochter Eustochium begleitet, realisierte sie auf der gemeinsamen Reise mit Hieronymus durch Palästina und Ägypten ihren Wunsch, die klassischen Stätten des christlichen Martyriums und des Mönchtums zu besuchen. Im Jahr 386 ließen sich Hieronymus und P. in Bethlehem nieder. P.s Vermögen ermöglichte die Gründung eines Pilgerhospizes, eines Männerklosters, dem Hieronymus vorstand, und eines Frauenklosters, das sie selbst leitete. Vom Frauenkloster berichtet Hieronymus, daß es aus drei auch baulich getrennten Abteilungen bestand: je eines für den adeligen, für den mittleren und den untersten Stand, deren Mitglieder lediglich beim Psalmgesang und beim Gebet zusammentrafen (Hier. ep. 108,20). Hieronymus' Schilderungen zeigen P. als eine leidenschaftliche Asketin. Sie lebte die Askese derart unbedingt, daß selbst Hieronymus ihr angesichts ihres exzessiven, oft bis an die Grenze der Gesundheitsgefährdung reichenden Fastens und ihrer nächtlichen, von Weinen begleiteten Demutsübungen zur Mäßigung riet. Auch ihre Bereitschaft, ihr Vermögen den Armen und Kranken zukommen zu lassen, war dermaßen ausgeprägt, daß sie selbst samt ihren Kindern und Hieronymus in finanzielle Nöte geriet. - Bei ihrem Tod waren die Bischöfe von Jerusalem und aus anderen Städten zusammengekommen, was auf ihre schon zu Lebzeiten anerkannte Bedeutung in kirchlichen Kreisen weist. Sie wurde in Bethlehem beigesetzt. Quellen: Über P. informieren vor allem die Briefe des Hieronymus, insbesondere sein Epitaphium in ep. 108 (CSEL 55, 306-351). An P. als Adressatin gerichtet sind ep. 30, 33, 39, erwähnt wird sie ep. 32, 45, 47, 54, 60, 6 6, 77, 99, 102, 107, 127. P.'s Verfasserschaft von ep.46 ist umstritten; Palladius, Historia Lausiaca, 41. Lit.: AS III, 1863, 326-337; - Georg Grützmacher, Hieronymus, 3 Bde., 1901-1908; - Raymond Génier, Sainte Paule, 1917; - François Lagrange, Histoire de Ste. Paule, 19318; - Angelo Penna, S. Gerolamo, 1949; - Giuseppe Del Ton, S. Paola Romana, 1950; - Francis X. Murphy (Hrsg.), A Monument to Saint Jerome, 1952; - Silvia Jannaccone, Roma 384. Struttura sociale e spirituale del gruppo geronimiano, Giornale italiano di Filologia 19, 1966, 32-48; - Paul Antin, Recueil sur Saint Jérôme, 1968 (= Collection Latomus 95); - M. Turcan, Saint Jérôme et les femmes, Bulletin de l'Association G.Budé 1968, 259-272; - Maurice Testard, Saint Jérôme. Apôtre savant et pauvre du patriciat Romain, 1969; - Pierre Nautin, Études de chronologie hiéronymienne (393-397), in: RÉAug 18, 1972, 209-218; - Rosemary Radford Ruether, Misogynism and Virginal Feminism in the Fathers of the Church, in: dies., Religion and Sexism. Images of Woman in the Jewish and Christian Traditions, 1974, 150-183; - John Norman Davidson Kelly, Hieronymus, 1975; - Hieronymus, Vita di Paola. Hrsg. von Chr. Mohrmann u.a., 1975 (= Collezione della Fondazione Valla); - Anne Yarbrough, Christianization in the Fourth Century. The Example of Roman Women, in: Church History 45, 1976, 149-165; - Jo Ann McNamara, Wives and Widows in Early Christian Thougt, International Journal of Women's Studies 2, 1977, 575-592; - Pierre Nautin, La date de la mort de Pauline, de l'épître 66 de Jérôme et de l'épître 13 de Paulin de Nole, in: Augustinianum 18, 1978, 547-550; - Elizabeth A. Clark, Jerome, Chrysostom, and Friends: Essays and Translations, 1979 (= Studies in Women and Religion 2); - Rosemary Radford Ruether, Mothers of the Church: Ascetic Women in the Late Patristic Age, In: dies. /Eleanor McLaughlin (Hrsg.), Women of Spirit: Female leadership in the Jewish and Christian Traditions, 1979, 72-98; - Elena Gianarelli, La tipologia femminile nella biografia e nell'autobiografia cristiana del IV secolo, 1980 (= Istituto Storico Italiano per il Medio Evo, Studi Storici 127); - Elisabeth A. Clark, Ascetic Renunciation and Feminine Advancement: A Paradox of Late Ancient Christianity, Anglican Theological Review 63, 1981, 240-257, auch in: dies., Ascetic Piety and Women's Faith, 1986 (= Studies in Women and Religion 20), 175-208; - Jo Ann McNamara, Cornelia's Daughters: Paula and Eustochium, Women's Studies 11, 1984, 9-27; - Dies., Muffled Voices: The Lives of Consecrated Women in the Fourth Century, in: J.A. Nichols/L.Th. Shank (Hrsg.), Medieval Religious Women I: Distant Echoes, 1984 (= Cistercian Studies Series 71), 11-29; - Stefan Rebenich, Hieronymus und sein Kreis. Prosopographische und sozialgeschichtliche Untersuchungen, 1992 (= Historia Einzelschriften 72); - BS X, 123-136; - CathEnc XI, 582 f.; - EC 9, 697 f.; - LThK VIII, 204 f.; - Pauly-Wissowa Suppl. X, 508 f.; - NewCathEnc XI, 126; - ODCC 1035; - David Hugh Farmer, The Oxford Dictionary of Saints, 19872, 341 f.; - Johann E. Stadler/ J.N.Ginal, Vollständiges Heiligen=Lexikon. IV, 1875, 703-706. Ines Stahlmann Paula die Ältere, * 5. Juni 347, röm. Aristokratin, Tochter des vornehmen römischen Agamemnonabkömmlings Rogatus und seiner Gattin Blesilla, verh. mit Julius Toxotius, einem Mitglied der vornehmen römischen gens Julia, Mutter mehrerer Kinder, 380 Witwe und Asketin in Rom, Adressatin von Briefen des Hieronymus, der ihr mehrere Schriftkommentare widmet, auf dessen Veranlassung kommt sie 385/86 mit ihrer Tochter Eustochium, Julia nach Palästina, baut in Bethlehem ein Pilgerhospiz und ab 386 ein Männer- und Frauenkloster, (+ 26.1.404). Toxon = Pfeilgift, Gift Toxotius = der Giftige Rogatus = Ansucher (Inter-Rogatus = Befragte) Der Urenkel des Nachfahren des Julius Toxotius wurde römischer General in Franken und der Ahnvater der Merowinger. Ilios (Troja) -> Iulius (Iulische Alpen, Cäsar, Juli) Jul = Ludwig Betlehem BBKL 7, Sp. 21f. Beck, Kirche und theol. Lit., S. 206 EKL 53, S. 472 Jensen, S. 109, 364, 429 LMA 6, Sp. 1811 LThK 73, Sp. 1487 PLRE 1, S. 674f. Eustochium, Julia, * 367 Rom in adeliger römischer Familie, Tochter von Julius Toxotius und seiner Gattin Paula, Asketin, 385/86 Pilgerin in den Orient, seit 404 Leiterin des von ihrer Mutter Paula in Bethlehem gegründeten Klosters, Adressatin von Briefen des Hieronymus, Heilige (W 28.IX.), (+ 418/19). Abgeleitete und anklingende Namen: Palla (Pala) = römisches Frauengewand (Hinweis auf die Heilige römischen Namens), auch bei männlichen Schauspielern Palast Palatinus = Pfalzgraf = Vasall des Pala (vgl. comes palatinus) Pallas (Burghaus) Pallas Athene (Athener Kriegs- und Weisheitsgöttin) Pallium der Päpste Palais Paladin Palawan Palafitte (Pfähle der Pfahlbauten, suche Venedig) Palatinus Der Name Pfalz leitet sich ab von der Bezeichnung für einen burgähnlichen Königshof, den die Kaiser der Stauferzeit an wichtigen Orten errichten ließen, solche Königs- oder Kaiserpfalzen befinden sich z.B. in Bad Wimpfen oder Worms. Die Pfalzgrafschaft bei Rhein (comes palatinus Rheni) war von 1198 bis 1623 und von 1648 bis 1806 eines jener Reichslehen, die mit der Kurwürde verknüpft waren Die Pfalzgrafen (lat. palatinus: "der im Palast bzw. bei Hofe") waren Amtsträger und Vertreter des Königs. Sie standen dem Hofgericht vor und hatten eine leitende Funktion allgemeiner Art inne. Außerdem fungierten sie auch als Verbindungsmann zwischen Bittstellern aus dem Reich und dem König. Herodur (Etruskerfürst) o.a., Gatte der hl.Paula mit dem Namen Paula (daher "Palatinus" als eigener Name von den Staufern (für comes Palatini - Pfalzgrafen) verwendet) Der Pala (Paula) ist inmitten seines Reiches wie der Palatinus inmitten seines Palastes. Deutsche Kaiserkrone achteckig = Zahl der späteren Byzantiner Byzantinerburgen der Babenberger in Österreich (achteckinge Türme) Auf dem Verduner Altar, der genealogischen Bilderdarstellung des Hauses Babenberg erscheint Markgraf Leopold I. vor Melk (Medelik) in Österreich mit einem roten Dreibalk, wie er im Paula-Wappen enthalten ist. Dabei ist bereits der rote Zweibalk als österreichische Fahne angelegt, da der dritte rote Balken verkürzt dargestellt ist. Bei der Fahne handelt es sich um einen roten UND einen weißen Dreibalk (intermittierend wie im oberösterreichischen Teilwappen mit dem roten Zweibalk und dem weißen Dreibalk). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||