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DER TROJANISCHE ADELIGE ASKANIOS IULOS: Der trojanische Adelige Askanius Iulos wird in der Herkunftsgeschichte des Caesarengeschlechts der Julier als Sohn des trojanischen Adeligen Aeneas erwähnt. Nach der Niederlage Trojas übersiedelten Teile der Bevölkerung nach Italien und in andere Teile der Kolonie Magna Graecia (Großgriechenland). Eine Migration in das benachbarte Gebiet der Hethiter oder in das griechische Kernland der früheren Feinde ist weniger wahrscheinlich. Mit der Aeneas-Sage geht die Übersiedlung von Trojanern nach Italien, wo sie sich inmitten der Colonia Magna Graecia ansiedelten. Der Name Aeneas bedeutet soviel wie "abstammend von den Ersten Söhnen des Himmelgottes An". Mit "An" war der sumerische Gott "Enlil Go-Sar" gemeint. Dies ist die wiederholte Bestätigung, dass der Ursprung der Gens Iulia im sumerischen Königsgeschlecht Mesopotamiens zu suchen ist. In der Geschichte der Stadtstaaten und Gebietsstaaten Mesopotamiens, Babylons und Assyriens gibt es vor allem drei Könige (Ur und Assyrien), von welchen sich der Name Iulus oder Iulos ableiten kann: Elulu König von Ur (1. Dynastie, 2600-2400 v.Chr.) Balulu (um 2400) König von Ur (1. Dynastie, 2400-2600 v.Chr.) Lullaia (16211615 v. Chr., König von Assyrien der 4. Dynastie) Als weitere Namensquelle eröffnen sich die Bezeichnungen Saarland - Saarbrücken - Saarlouis - Isar - Zar. Sie deuten ebenfalls auf bestimmte Königsgeschlechter aus den Volk der Sa (der Sumerer): Salmanassar I. (1400 v. Chr., Könige von Assyrien der 4. Dynastie) Salmanassar (ass. Salmanu-aared, 1274-1245 v. Chr., Könige von Assyrien der 5. Dynastie) Nebukadnezar I. König von Babylon (1137 v. Chr., Sieg über die Kassiten) Der Name Iulius wurde zum Juli, dem siebenten Monat des Jahres. Die Zahl 7 ist als eine wichtige babylonische Symbolzahl bekannt. Die Babenberger tragen in ihrem Namen eine mesopotamische Bezeichnung, nämlich das Teilwort "Ba" oder "Bab" für "Gott" (vgl. "Baal"). Eine Reihe von Ländernamen entstanden offensichtlich aus mesopotamischen (altassyrischen) und/oder indogermanischen Wortwurzeln. Es ist anzunehmen, dass die Vorfahren des Trojaners Askanios Iulos aus dem mesopotamischen Stadtstaates Ur um 2500 v. Chr. kamen (1. Dynastie) und aus den Reihen der Sar-Könige von Assyrien der 4. Dynastie. Darauf weist auch das Datum von 1615 v. Chr. für König Lullaia hin, das in etwa im Zeitraum vor dem gewaltsamen Untergang Trojas um 1300-1200 v. Chr. datiert. Noch präziser stimmen die Namen auf -Sar mit 1400 und 1137 v. Chr. mit dem Zeitraum des Falls Trojas überein. Es zeigt sich die Möglichkeit, dass die Vorfahren der Caesaren Nachfahren einer langen Reihe sumerischer (urukischer), babylonischer und assyrischer Herrscher entstammen. Daraus resultiert eine mögliche Wanderroute der Vorfahren des Geschlechts aus Ur (sumerisches Uruk) nach Babylon und weiter nach Süden in das Assyrische Reich sowie später eine Emigration aus Babylon aufgrund des Einfalls der Kassiten nach Babylon um 18941881 v. Chr. sowie der Beendigung des Alt-Babylonischen Reiches durch die Hethiter um 1595/1531/1507 v. Chr. Eine interessante relgionsgeschichtliche Parallele ergibt sich aus der assyrischen Intonalisation des Namens des assyrischen Königs Salmanassar "Salma -nasared" und dem Namen des Geburtsortes von Jesus Christus "Nazareth" sowie der Bezeichnung der Babenberger Vorfahren, der Franken als "Salfranken" (vgl. auch "Salier"). Rückgriffe der frühen fränkischen Merowingerkönige als Christen auf die Religion in Form einer Religionslegitimation sind in der Spätantike ein übliches Mittel der Machtfestigung und Legitimation. Die Amtszeit dieses assyrischen Königs fällt ziemlich genau in die Zeit des gewaltsamen Falls des Stadtstaates Troja. Troja (griechisch: ?????, ?????; lat.: Troia, Ilium) ist eine historische Stadt des Altertums in der Landschaft Troas am Hellespont. An der Meerenge der Dardanellen gelegen, kontrollierte die bronzezeitliche Stadt den Zugang zum Schwarzen Meer. Die Schiffe konnten damals noch nicht gegen den Wind kreuzen, also warteten sie im Hafen der Festung auf günstige Winde. Ihr Wegezoll brachte der Stadt Reichtum. Es ist nicht erwiesen, gilt aber als wahrscheinlich, dass das bei Homer auch Ilion oder Ilios genannte Troja mit der hier beschriebenen Stadt identisch ist. Nach Keramikuntersuchungen wird das wahrscheinlich gewaltsame Ende von der Grabungsschicht Troia VIIa auf ca. 1200 v. Chr. datiert. Das passt gut zu den meisten Datierungen des Trojanischen Krieges durch antike Autoren. Die mykenische Kultur hat im 12. und 11. Jh. weiterbestanden. Die Lage der Stadt Troja wird in der Dichtung Ilias von Homer klar beschrieben: es werden die Dardanellen (im Werk: Hellespont) genannt, der höchste Berg ist der Ida Berg, es werden zudem 2 Flüsse beschrieben namens Skamander, welcher dem Berg Ida entspringt und Simois welche sich bei Troja vereinen und in den Hellespont fließen. Es wird auch von den Inseln Tenedos und Imroz berichtet. Die heute archäologisch erschlossenen Flächen umfassen nur die Festung von Troja, mit Sicherheit befand sich ein großer Teil der Stadt außerhalb der befestigten Anlagen. Noch um 1100 n. Chr. erzählte schließlich das Annolied von der Gründung Xantens durch die im Trojanischen Krieg unterlegenen Trojaner und beschrieb damit den Ursprung der germanischen Frankenführer aus den trojanischen Vorfahren der fränkischen Caesaren: Mittelhochdeutsch Franko gesaz mit den sînin vili verre nidir bî Rîni. dâ worhtin si duo mit vroudin eini luzzele Troii. den bach hîzin si Sante nâ demi wazzere in iri lante; den Rîn havitin si vure diz meri. dannin wuohsin sint Vreinkischiu heri Übersetzung Franko ließ sich mit den Seinigen ganz in der Ferne am Rhein nieder. Dort erbauten sie damals mit Freuden ein kleines Troja. Den Bach nannten sie Sante nach dem Fluss ihrer Heimat. Den Rhein nahmen sie statt des Meeres. Dort wuchs seitdem das fränkische Volk DAS GESCHLECHT DER IULIER (Die Iulische Dynastie) Die Julier oder Iulier (lateinisch: Iulii) waren ein angesehenes und sehr reiches altrömisches Patriziergeschlecht, das aus Alba Longa stammte. Ihr Namen stammte vom Stammvater Iulus ab, der Legende nach ein Sohn des trojanischen Adligen Aeneas und Gründer und erster König Alba Longas, der Mutterstadt Roms. Über Aeneas, Sohn der Aphrodite (lat. Venus), waren die Julier in göttlicher Abstammung. Insbesondere Gaius Iulius Caesar betonte diese königlich-göttliche Herkunft. Aeneas war eigentlich das Sinnbild für die Übersiedlung der Vorfahren der Iulier von Troja (kleinasiatische Küste beim Schwarzen Meer) in die griechische Kolonie Magna Graecia, die an den Mittelmeerküsten angesiedelt war und sich auf Italien konzentrierte. Damit waren die Iulier "Gracchen", also alte Griechen und gehörten im weiteren Sinn zu deren Bezeichnung (die Gracchen im engeren Sinn waren eine Familie und Konsuln von Rom). Die Gens Iulia gehörte zu den alten und sehr angesehenen Familien Roms, in der sich viele Mitglieder des Geschlechts politisch hervorgetan hatten: In der Frühzeit der römischen Republik im 5. Jahrhundert v. Chr. findet sich in den Konsularlisten öfter der Name Iulius. 451 war ein Gaius Iulius Iullus Mitglied der Decemviri, die den Staat grundlegend umgestalten sollten (Decemviri ist der lateinische Ausdruck für "Zehn Männer", womit in der Römischen Republik jede Kommission bezeichnet wurde, die aus zehn Männern mit Sondervollmachten bestand (vergleiche "Triumviri" - "Drei Männer"), die zum Teil sogar die gewählten Consuln ersetzten, um eine gestellte Aufgabe zu lösen. Im Jahr 452 v. Chr. vereinbarten die römischen Plebejer und Patrizier die Bildung einer Kommission von zehn Männern, den Decemviri Consulari Imperio Legibus Scribundis, um den (bislang mündlich überlieferten) Gesetzestext zu den Grundlagen der römischen Amtsführung niederzuschreiben; während der Amtszeit der Decemviri sollten alle anderen Magistrate suspendiert sein, und ihre Entscheidungen endgültig. Die erste Gruppe von Decemviri, ausschließlich aus Patriziern bestehend, übernahm das Amt im Jahr 451 v. Chr. und wurde von Appius Claudius Crassus Inregillensis Sabinus, Titus Genucius Augurinus und Gaius Iulius Iullus geleitet (Triumviri Decemvirium), den beiden Konsuln des Jahres und einem Decemvir. Die Amtsführung der Kommission war beispielhaft, und sie schlugen der Comitia Centuriata einen Gesetzestext in zehn Kapiteln vor, auf zehn Bronzetafeln geschrieben, der dann auch verabschiedet wurde. Jeder Decemvir führte im Wechsel die Regierung für einen Tag, der jeweilige Vorsitzende wurde von Liktoren begleitet, die die Fasces trugen, der Hinweis auf deren Recht, die Todesstrafe zu verhängen). Für die folgenden Jahrhunderte sind zwei iulische Konsuln (267 und 157 v. Chr.) der direkten Linie nachgewiesen. Caesars Vater wurde 92 v. Chr. Praetor. Die Praetur (lateinisch prae-ire: vorangehen) war eines der höheren Ämter der Ämterlaufbahn (cursus honorum) der römischen Republik. Die Amtsinhaber wurden Praetoren genannt. Sie wurden vom Volk in den Comitia auf ein Jahr gewählt. Ursprünglich waren die Praetoren sogar die höchsten Beamten der Republik, bis diese, wohl in der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr., den Titel Consul bekamen. Praetoren gehörten zu den Magistraten, die wie die Consuln ein imperium besaßen, d. h. vor allem ein Heer kommandieren durften. Besonders in Ausnahmesituationen wurde Praetoren ein militärisches Kommando in einer Provinz übertragen, für das bei längerer Dauer die Amtsgewalt über das normale Jahr hinaus verlängert werden konnte; die Magistrate führten dann den Titel pro praetore. Die Praetoren waren die Stellvertreter der Consuln und insbesondere für die Interpretation der Gesetze und die Rechtspflege im Allgemeinen verantwortlich. Sie spielten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Römischen Rechts, da sie die jeweils geltenden Verfahrensvorschriften festlegen mussten (Praetorisches Edikt). In der Kaiserzeit bestand das Amt als Bestandteil der senatorischen Laufbahn fort, konnte aber schon in jüngeren Jahren bekleidet werden als in der Republik). Caesar fügte den Quindecemviri der früheren Decemviri ein sechzehntes Mitglied hinzu und zwar den Decemviri Sacrorum (Decemviri Sacris Faciundis), die religiöse Funktionen besaß und das Ergebnis der Forderung des Volkes nach gleicher Teilhabe an der Amtsführung in der Staatsreligion war (Fünf Decemviri waren Patrizier, fünf Plebejer. Sie hatten die Verantwortung für die Betreuung und Befragung der Sibyllinischen Bücher und für die Durchführung der Spiele des Apollon. Die Mitgliedschaft in diesem sakralen collegium war lebenslang). Einige Verwandte anderer Familienlinien des Geschlechts der Iulier in männlicher Linie waren Konsuln. Der Consul ist der Inhaber des höchsten und wichtigsten Amtes in der Römischen Republik des Altertums, das im Rahmen der zivilen, sowie der militärischen Ämterlaufbahn erreicht werden konnte und bis 542 n. Chr. bestand. Das (oder richtiger der) Consulat (lateinisch: consulatus) war das höchste zivile und militärische Amt der Ämterlaufbahn (cursus honorum) der römischen Republik. Die zwei Consuln wurden vom Volk auf ein Jahr gewählt; seit 153 v. Chr. traten sie ihr Amt am 1. Januar an, der seither als Jahresanfang galt, denn die Consuln waren die eponymen (lat. namensgebenden) Beamten Roms. Eingeführt wurde das Consulat angeblich 509 v. Chr. Anfangs mussten die Amtsträger dem Stand der Patrizier (dem Adel) angehören, das änderte sich erst 367 v. Chr. durch die Leges Liciniae Sextiae, die auch den Plebejern den Zugang ermöglichte. Zuvor stand der Praetor maximus an der Spitze des Staates. Um eine Alleinherrschaft und Machtmißbrauch zu verhindern war die Ausübung des Amtes auf ein Jahr begrenzt und gleichberechtigt auf zwei (teilweise sogar vier oder fünf) Consuln aufgeteilt. Jeder Consul konnte mit seinem Veto (lat. Ich verbiete) die Entscheidungen des anderen aufheben. Starb ein Consul während der Ausübung seiner Tätigkeit oder legte sein Amt nieder, so wurde ein consul suffectus (Suffektkonsul = Ersatzkonsul) nachgewählt. In der Republik wurde der Consul von den Centuriatskomitien gewählt. Voraussetzung für eine Bewerbung um das Amt des Consul war die Bekleidung der Ämter des cursus honorum. Bewerber mussten gegen Ende der Republik ein Mindestalter von 43 Jahren haben. Die Consuln hatten mit den Praetoren gemeinsam als einzige Magistrate das Imperium inne. Das heißt, innerhalb ihrer Amtsführung konnte nur von ihrem jeweiligen collega, vom Senat oder vom Tribunus Plebis eine Entscheidung rückgängig gemacht, bzw. gestoppt werden. Das Imperium beinhaltete zudem das Recht zur Truppenführung. Über das Imperium verfügten nur die Consuln und die Praetoren, in der späteren Zeit der Republik auch der kurulische Aedil. Die Consuln hatten den Vorsitz des Senates, worin sie sich monatlich abwechselten. Ihnen stand der militärische Oberbefehl zu, bei dem sie sich im Kriegsfall täglich abwechselten. Sie brachten Gesetzesanträge im Senat ein, deren Ausführung die Quaestoren überwachen mussten. Zu ihren Aufgaben gehörte außerdem die Einweihung von Tempeln, der Vollzug von Opferungen und die Auspizien. Die den Consuln obliegenden Verwaltungs-aufgaben wurden zunehmend auf andere Amtsträger übertragen, so dass das Consulat vor allem ein politisches Amt war. Ein großer Teil der gewählten Amtsträger entstammte den alteingesessenen Familien, die bereits früher einen Consul gestellt hatten. Erreichte ein Bürger als erstes Mitglied seiner Familie (als homo novus) das Consulat, so kam dies einer Aufnahme in die römische Nobilität gleich. Dies geschah aber am Ende des Römischen Reiches nur noch selten. Das Amt eines Consul wie auch der anderen Staatsämter brachten in der Republikzeit kein Geld ein (Diäten), sondern verschlang es. Wenn im Staatshaushalt Geld fehlte wurde erwartet, dass der Consul diesen mit seinem eigenen Geld ausglich. Daher müssen die Iulier über ein beträchtliches Vermögen verfügt haben, welches in seiner Größenordnung dem des Budgets des Römischen Reiches entsprach. Äußere Erkennungsmerkmale eines Consuls waren das Anrecht auf den kurulischen Stuhl, die Toga Praetexta und zwölf Liktoren. Nach den Amtsinhabern wurden die Jahre benannt (fasti consulares), die Consuln waren also Eponyme (Namensgeber für einen Zeitraum). Als Jahresnennung wurden die Namen der beiden Consuln hintereinander im Ablativ angegeben, z.B. bedeutet die Angabe Gn. Domitio C. Sosio consulibus zu einem Ereignis, dass es sich im Jahr 32 v. Chr. ereignete. Die ehemaligen Amtsinhaber wurden als Statthalter mit militärischem Kommando (pro consule) in die Provinzen entsandt (im Gegensatz zu den ehemaligen Praetoren, die als Statthalter ohne militärisches Kommando entsandt wurden). Die ehemaligen Consules - die Consulares - bildeten eine sehr einflussreiche Gruppe im römischen Senat. In der Kaiserzeit verlor das Amt sehr bald jeden realen politischen Einfluss und wurde nun vom Kaiser verliehen. Einige Verwandte anderer Familienlinien des Geschlechts der Iulier in männlicher Linie waren Censoren. Als Censor (lat. censor; v. censere = begutachten, schätzen) bezeichnet man den Tätigen des Amtes des Censors. Der Censor war einer der Beamten der römischen Republik. Zu seinen Aufgaben gehörte die Durchführung von Volkszählungen und Vermögensschätzungen (census) und die Aufsicht über die Sitten der römischen Bürger (regimen morum). Das Amt des Censors wurde am Anfang des 5. Jahrhunderts v.Chr. (nach Livius im Jahr 443 v. Chr.) geschaffen. Zuvor waren die Aufgaben der Censoren von den Konsuln wahrgenommen worden. Anders als das Konsulat war die Censur kein jährlich vergebenes Amt. Ursprünglich wurden die Censoren in unregelmäßigen Abständen gewählt. Später bestimmte man alle fünf Jahre zwei Censoren, die ihre Aufgaben binnen 18 Monaten zu erledigen hatten. Die Wahl erfolgte in den Zenturiatkomitien. Gaius Iulius Caesar schaffte die Censur zeitweilig ab. In der Kaiserzeit gingen die früheren Aufgaben der Censoren allmählich auf den Kaiser und auf andere Amtsträger über. Ausgehend vom regimen morum der Censoren nahm das lateinische Wort censura später allgemein die Bedeutung der Sittenaufsicht an, welche zunächst nur eine sittenpolizeiliche Nebenaufgabe war. Das Geschlecht der Gens Iulia (der Iulier oder Caesaren) ist existent, nur die direkte Linie des Iulius Caesar ist in männlicher Linie erloschen. Bis ins 4. Jahrhundert hinein finden sich zahlreiche Redner und Schriftsteller des Familiennamens Caesar. Augustus wurde durch das System der Adoption als Sohn Caesars zum Mitglied der Julischen Familie und war kein echter Cäsare oder Iulier. Seine Nachfolger der Iulisch-Claudischen Dynastie reichen bis zu Kaiser Nero. DIE JULIER Imperator (lateinisch) bezeichnete in der römischen Republik ursprünglich den Träger einer militärischen Gewalt (imperium). Schon früh aber wurde es speziell für einen militärischen Kommandeur verwendet, den seine Soldaten nach einem Sieg zum Imperator ausgerufen hatten (Akklamation). Dieser Ehrentitel erlosch, wenn der Imperator nach Rom zurückkehrte und das Pomerium überschritt. Im Regelfall geschah dies in einem feierlichen Triumphzug, zu dem der Imperatorentitel berechtigte. Viele römische Feldherren bezeichneten sich in ihren Provinzen aber als Imperatoren, ohne dazu ausgerufen worden zu sein. Oktavian, der spätere Augustus, nahm 38 v. Chr. Imperator als Vorname (statt seines ursprünglichen Namens Gaius) an (praenomen imperatoris). Die nachfolgenden Kaiser verzichteten darauf, aber ab Nero wurde Imperator wieder fester Beginn der kaiserlichen Titulatur, in der Regel abgekürzt zu Imp. und verbunden mit dem Titel Caesar (Beispiel: Imp. Caesar M. Aurelius Commodus Antoninus Augustus). Bei einem militärischen Erfolg ihrer Legionen erhielten die Kaiser, auch wenn sie persönlich nicht beteiligt waren, weiterhin die imperatorische Akklamation, die mit ihrer Zählung ebenfalls in der Titulatur erschien (imp. III, also zum dritten Mal). Der Militärtribun, Tribunus militaris oder militum (lateinisch) bezeichnet einen Offizier der römischen Armee und wird im Deutschen meist mit Militärtribun wiedergegeben, um eine Verwechslung mit den zivilen Volkstribunen zu vermeiden. In republikanischer Zeit hatte jede Legion sechs gewählte Militärtribunen, die mindestens fünf Jahre militärische Erfahrung und den Zensus eines Eques haben mussten. Die höchste Rangstufe des Militärtribuns in der Kaiserzeit war der Tribunus Laticlavius (Militärtribun mit breitem Purpursaum an der Tunica). Hierbei handelt es sich um den formal zweithöchsten Offizier der kaiserzeitlichen Legion. Er war der Stellvertreter des Legatus, des Legionskommandanten, und der ranghöchste der sechs Militärtribunen. Der Tribunus Laticlavius war ein junger Aristokrat aus dem Senatorenstand (ordo senatorius). In der Regel begann er nach einem Militärdienst von etwa drei Jahren in einem Alter von etwa 25 Jahren seine zivile senatorische Karriere (cursus honorum). Stammvater Iulus, trojanischer Adeliger aus dem Stadtstaat Troja (ionische Küste) Stammvater Iulus, König von Alba Longa, der Vorgängerstadt von Rom Gaius Iulius Iullus, Konsul 489 v. Chr. und wohl auch 482 v. Chr. Vopiscus Iulius Iullus, Konsul 473 v. Chr. Gaius Iulius Iullus, Decemvir 451 v. Chr. Konsul 447 v. Chr., 435 v. Chr., 434 v. Chr. Lucius (oder Gaius) Iulius Iullus, Militärtribun 438 v. Chr. Gaius (oder Gnaeus) Iulius Mento, Konsul 431 v. Chr. Lucius Iulius Iullus, Konsul 430 v. Chr. Sextus Iulius Iullus, Konsul oder Militärtribun 424 v. Chr. Gaius Iulius Iullus, Militärtribun 408 v. Chr., 405 v. Chr. Lucius Iulius Iullus, Militärtribun 403 v. Chr., 401 v. Chr., Tribun 397 v. Chr., 388 v. Chr., 379 v. Chr. Lucius Iulius Libo, Konsul 267 v. Chr. Sextus Iulius Caesar, Konsul 157 v. Chr. Sextus Iulius Caesar, Konsul 91 v. Chr. C. (Gaius) Iulius Caesar (Urgroßvater Caesars) 2. Sohn Sextus Iulius Caesar 1. Sohn Sextus Iulius Caesar, adoptiert von Quintus Lutatius Catulus, nannte sich danach ebenfalls Quintus Lutatius Catulus, Konsul 102 v. Chr. 1. Sohn Quintus Lutatius Catulus, Konsul 78 v. Chr. 2. Sohn Lucius 90 v. Chr. 1. Sohn Lucius Iulius Caesar, Konsul 64 v. Chr. 1. Sohn Gaius Iulius Caesar (Großvater Caesars) 1. Sohn Gaius Iulius Caesar (Vater Caesars) 1. Sohn: C. (Gaius) Iulius Caesar (dt. Julius Cäsar; geboren 12./13. Juli 100 v. Chr. in Rom; ermordet 15. März 44 v. Chr. in Rom) Er war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor. Er eroberte Gallien und führte im anschließenden Bürgerkrieg das Ende der Republik herbei, indem er sich zum Alleinherrscher ausrief. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Name wurde zum Titel aller nachfolgenden Herrscher (Caesaren) des römischen Kaiserreichs und in entlehnter Form (Kaiser, Zar) zum Titel der Herrscher im Heiligen Römischen Reich und des Russischen Reiches. Caesar war auch der Titel für einen Mitherrscher in der römischen Spätantike und im Byzantinischen Reich. Als Caesars erste Frau Cornelia 68 v. Chr. starb, heiratete er Pompeia, eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Chr. wurde er zum kurulischen Ädil gewählt; 63 v. Chr. erlangte er das bedeutende Amt des Pontifex maximus, des Oberpriesters. Der Titel Pontifex Maximus (lateinisch: "oberster Brückenbauer" oder "oberster Pfadbahner"), bezeichnete ursprünglich den obersten Wächter des altrömischen Götterkults und ging später auf die römischen Kaiser und schließlich auf die Päpste über. Der Pontifex Maximus war der ranghöchste im Kollegium der Pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex Maximus hatte die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Sein Amtssitz war die Regia auf dem Forum Romanum. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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O DIE GERMANISCHEN IULIER und DIE HEILIGE PAULA | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||